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Wann ist ein Lebensmittel wertvoll? 3 Kriterien für den Wert eines Lebensmittels

Die Vollwerternährung beurteilt die Qualität eines Lebensmittels nach den Kriterien Verarbeitungsgrad, Umweltverträglichkeit, Sozialverträglichkeit. Das bedeutet im Einzelnen:

1. Verarbeitungsgrad
Für die ernährungsphysiologische Qualität eines Lebensmittels ist der Grad der Be- und Verarbeitung entscheidend. Für die meisten Lebensmittel gilt: Je stärker ein Lebensmittel ver- und bearbeitet ist, desto weniger Nährstoffe enthält es.

Ein Beispiel für intensive Lebensmittelbearbeitung ist das Weizen-Toastbrot
Zunächst wird das Korn geschält. Die wertvolle Schale, die Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthält, wird entfernt. Anschließend wird das Korn fein gemahlen und das Mehl gesiebt, so dass keine Kleieteile (Ballaststoffe) mehr vorhanden sind. Schließlich wird das Mehl gebleicht und das Brot daraus gebacken. Durch Bleichen und Erhitzen entstehen weitere Nährstoffverluste.

2. Umweltverträglichkeit
Unsere Ernährungsweise hat selbstverständlich Auswirkungen auf die Umwelt. Die Art und Weise wie Lebensmittel angebaut werden, wirkt direkt auf Wasser, Luft und Boden zurück und beeinträchtigt somit wiederum die Qualität der angebauten Lebensmittel. Lebensmittel sollten deshalb vorwiegend aus ökologischem Anbau stammen, umweltfreundlich verarbeitet, verpackt und vermarktet werden.

3. Sozialverträglichkeit
Wir leben nicht auf einer Insel. Längst ist unser Lebensmittelmarkt globalisiert. Die Art und Weise, wie in den Ländern der so genannten "Dritten Welt" für unseren Markt produziert und bezahlt wird, wird zum größten Teil durch unsere Konsumgewohnheiten bestimmt. Soziale Gerechtigkeit, fairer Handel, faire Preise sind nach dem Konzept der Vollwerternährung der Gießener Formel ein Kriterium für wertvolle Lebensmittel.