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Fette — die kompaktesten Energieträger

Fette sind wahre Energiebomben. Der physikalische Brennwert von Fett ist mehr als doppelt so hoch wie die Brennwerte von Kohlenhydraten oder Eiweiß. Fette und Öle gehören zu den Grundnährstoffen des Menschen. Sie werden im menschlichen Körper unter anderem benötigt als

  • Energielieferant
  • Isolatoren gegen Kälte
  • Lösungsmittel für nur fettlösliche Stoffe wie Vitamine
  • Schutzpolster für innere Organe und das Nervensystem
  • Bestandteil der Zellmembranen

Fette sind also von Grund auf erst einmal auf gut und es ist wichtig, dass der Mensch sie mit der Nahrung zu sich nimmt. Allerdings sollten nicht mehr als 25-30 % der täglichen Energiezufuhr aus Fett bestehen. Eine einzige Bratwurst, die wir uns nebenbei gönnen, deckt bereits den gesamten Tagesbedarf an Fett

Gute Fette, schlechte Fette.

Fett ist nicht gleich Fett. Es gibt verschiedene Fettsäuren, die auch unterschiedlich auf den Organismus wirken. Man unterscheidet die Fette nach ihrer chemischen Struktur in:

  • gesättigte Fettsäuren (z. B. Butter, Kokosfett) und
  • ungesättigte Fettsäuren

Unter den ungesättigten Fettsäuren unterscheidet man:

  • einfach ungesättigte Fettsäuren (z. B. Olivenöl, Erdnussöl)
  • zweifach ungesättigte Fettsäuren (z. B. Linolsäure)
  • mehrfach ungesättigte Fettsäuren (z. B. Leinöl, Fischöle)

Lebensnotwendig sind die zwei- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie sind essentiell und müssen dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden, da er sie nicht selbst herstellen kann.

Zu den essentiellen, lebensnotwendigen Fettsäuren zählen:

  • Linolsäure (omega-6-Fettsäure)
  • Linolensäure (omega-3-Fettsäure)

Fett-Vorkommen in Lebensmitteln:

Tierische Fette haben eine für den menschlichen Organismus eher ungünstige Zusammensetzung. Diese finden wir in Wurst- und Fleischwaren, Milchprodukten (Käse, Sahne), Fertiggerichten, Naschwaren wie Chips, Schokolade und Backwaren (Torten).

Eine Ausnahme bilden Fische wie z. B. Hering, Makrele, Thunfisch und Wildlachs. Sie enthalten die für den Körper wertvollen omega-3-Fettsäuren.

Pflanzliche Fette haben eine günstigere Zusammensetzung. Deswegen sollte der überwiegende Teil der Fettzufuhr aus pflanzlichen Fetten und Ölen bestehen wie z. B. aus Raps- und Olivenöl, Distel- und Leinöl, Sonnenblumen-, Maiskeim- und Sojaöl.

Tipp: Verwenden Sie am besten kaltgepresste Öle. Bei diesen sind die Doppelbindungen noch intakt und wurden nicht durch Erhitzen geschädigt.

Wir essen zu fett!

Der durchschnittliche Fettverzehr der Deutschen ist zu hoch.
Es herrscht hier eine energetische Überversorgung. Die Energieaufnahme durch Fett ist sehr viel höher als der Energieverbrauch. Folgen übermäßiger Fettzufuhr sind Übergewicht, Bluthochdruck, Arteriosklerose, erhöhtes Herinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

Nach Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist eine Fettzufuhr von 60 bis 80 g pro Tag für einen erwachsenen Menschen ausreichend. Das entspricht 25 Prozent der täglich zugeführten Kalorien. Frauen sollten wöchentlich maximal 420 g, Männer nicht mehr als 560 g Fett zu sich nehmen.